Pressemitteilung

Neustart mit Herz: Lebenshilfe Celle gGmbH übernimmt beliebte Sozialkaufhäuser

Celle, Mai 2026 – Aufatmen in der Celler City und den Stadtteilen: Die Zukunft der drei bekannten Sozialkaufhäuser Neufundland, Kaufladen und Allerhand ist gesichert! Nachdem der bisherige Trägerverein aufgrund bestehender Herausforderungen die Reißleine ziehen musste, steht nun ein starker Partner bereit. Zum 1. Juli 2026 übernimmt die Lebenshilfe Celle das Ruder und führt die Läden in eine inklusive Zukunft.

Ein Gewinn für alle: Nachhaltigkeit trifft Inklusion

Die Sorge war groß, dass die bunten Läden für Second-Hand-Schätze von der Bildfläche verschwinden könnten. Doch die Lebenshilfe Celle sieht in der Übernahme weit mehr als nur eine Rettungsaktion. Es ist ein echtes Herzensprojekt mit Weitblick.

„Wir lassen die Kirche – oder in diesem Fall die Kaufhäuser – im Dorf“, freut sich Geschäftsführer Nico Lauerwald von der Lebenshilfe Celle. „Das bewährte Konzept bleibt erhalten, bekommt aber eine wertvolle neue Komponente.“

Was sich ändert – und was bleibt

Die wichtigste Nachricht für alle Stammkunden und Unterstützer: Der Charakter der Läden bleibt bestehen. Dennoch wird es Neuerungen im Zuge der Übernahme geben:

Inklusion im Verkaufsalltag:Die Lebenshilfe wird Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigung schaffen. Ob beim Verkauf, bei der Annahme von Spenden oder beim Sortieren und Auszeichnen der Ware – in allen Bereichen gibt es Potenzial für Qualifizierung und Freude im Kundenkontakt. So werden Neufundland & Co. zu echten Orten der Begegnung auf Augenhöhe.

Ehrenamt bleibt Ehrensache:Die engagierten freiwilligen Helfer bleiben fester Bestandteil des Teams. Die Lebenshilfe Celle setzt explizit auf die Einbindung der ehrenamtlichen Strukturen. Denn gerade im gemeinsamen Miteinander von Ehrenamtlichen und Menschen mit Behinderung entstehen echte Begegnungen auf Augenhöhe. Der tägliche Kontakt im Verkaufsalltag, die Vielfalt der Menschen hinter dem Tresen und vor dem Regal – all das macht die Sozialkaufhäuser zu lebendigen Orten der Teilhabe. Für Menschen mit Behinderung sind solche niedrigschwelligen Arbeitsumfelder besonders wertvoll: Sie ermöglichen Teilhabe am Arbeitsleben nicht als Ausnahme, sondern als selbstverständlichen Teil des Alltags – mit echtem Kontakt, echter Begegnung und echter Vielfalt.

Geplanter Übergang mit Bedacht:Die Übergabe an die Lebenshilfe Celle folgt einem geplanten Prozess. Für die Kunden ändert sich beim Stöbern am 1. Juli zunächst nichts – die Türen bleiben offen, die Regale gefüllt. Schritt für Schritt sollen die Angebote unter der neuen Trägerschaft weiterentwickelt und ausgebaut werden. Dabei nimmt man sich bewusst die notwendige Zeit, um Bewährtes zu erhalten und Neues behutsam zu gestalten.

Die drei Standorte im Fokus

Jedes der drei Häuser hat sein ganz eigenes Flair, das auch unter der neuen Flagge weiterstrahlen soll:

  • Neufundland Das Paradies für Kleidungs-Jäger und Haushaltswaren-Entdecker.
  • Kaufladen Nachhaltige Mode und Textilien mit Geschichte.
  • Allerhand Die bunte Mischung aus Büchern, Spielen und nützlichem Kleinkram

Ein starkes Signal für den Standort Celle

Die Übernahme durch die Lebenshilfe Celle ist ein gutes Beispiel für gelebtes lokales Engagement. Wo der bisherige Betrieb aufgrund von Hürden schwierig wurde, schafft die neue Trägerschaft eine Brücke zwischen wirtschaftlicher Stabilität und sozialer Verantwortung.

Ab Juli heißt es also wieder: Stöbern, Finden und Gutes tun. Die Lebenshilfe Celle beweist damit einmal mehr, dass Inklusion dort am besten funktioniert, wo die Menschen zusammenkommen – mitten im Leben, mitten im Laden.

auf dem Bild v.l.n.r.: Beate Hörnemann (Mitarbeiterin des „Verein mit-Wirkung Stadt Celle e.V.“,  Nico Lauerwald (Geschäftsführer Lebenshilfe Celle gGmbH), Helfried H. Pohndorf (1. Vorsitzender des Vorstands Lebenshilfe Celle) 

Text und Fotos: Lebenshilfe Celle | Carolin van der Ahe

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